Schweißkurs für Frauen im Okt. 2017

Weibliche Ader für grobe Kunstform mit Schrott

Ausgeschrieben als Frauenschweißkurs und dann doch beinahe paritätisch besetzt. Die Laufer NaturFreunde hatten schon mehrere Kinderschweißkurse und die Mamas haben sich dann beschwert, dass sie eben nie mitgestalten durften. Der befreundete NaturFreund der Ortsgruppe Nürnberg Mitte Uwe Gedig unterhält im Nürnberger Ofenwerk eine eigene Bastlerwerkstatt für Kraftfahrzeuge. An seinem freien Tag hat er für 9 Teilnehmer das praktische Schweißen präsentiert und zu einem künstlerischen Workshop eingeladen. Da ging es weniger um handwerkliche Perfektion, denn mehr um Grundbegriffe und praktisches Ausprobieren. Jeder konnte am Abend dann noch ein Kunstwerk aus seiner eigenen „Schmiede“ mit nachhause nehmen.

 


Bitterbach-Exkursion


Am 22.8.2011 führten die Naturfreunde Lauf im Rahmen des Ferien Programms XXL des Kreisjugendrings 18 Kinder durch die Bitterbachschlucht.

 

Dabei erfuhren die Kinder, dass die Schlucht vor ca. 2,5 Mio Jahren im Pleistozän durch den Wechsel von Kalt- und Warmzeiten entstanden ist. Die Besonderheit der Bitterbachschlucht ist das Hervortreten des Buntsandsteines an die Oberfläche. Das findet man östlich von Nürnberg nur hier.

Die Kinder fanden heraus, dass man das Gestein in Lauf normalerweise tief unter der Erde, in den Felsenkellern unter dem Marktplatz findet.

Andere Stellen, an denen das Gestein zu Tage tritt ist der Nürnberger Tiergarten und der Burgberg mit der Nürnberger Kaiserburg.

Bei der Wanderung durch den schattigen Wald wurden einige heimische Pflanzen und ihre Heilwirkung erklärt, z.B. die Brennnessel, die als Tee harntreibend wirkt und bei Nierenleiden verordnet wurde. Auch die Wirkung des  schwarzen Holunders war einigen Kindern bekannt. Die Oma macht aus den Blüten Holunderlimonade und im Herbst gibt es bei Erkältungen Holundersaft oder Kompott. Wegen des hohen Vitamingehalts ist der Saft sehr gesund.

Daniela Bauer fragte dann die Kinder, ob sie denn die Bedeutung eines Hutangers kennen und woher der Name kommt. Es wurde festgestellt, dass das nichts mit dem Hut des Schäfers zu tun hat, der dort früher die Kühe oder Schafe der Bauern gehütet hat, sondern von „hüten“.

Einigen Kindern fiel auf, dass  die Straßen, in denen sie wohnen auch einen Anger im Namen haben, z.B. den Gänsanger oder den Schafanger.

An der engsten Stelle der Schlucht war eine Brücke eingestürzt, die wir ganz vorsichtig einzeln überqueren mussten. Hier erklärte Daniela Bauer den Kindern, dass die Moose, die an dieser Stelle wachsen, zu den ältesten Pflanzen der Welt gehören. Es sind die ersten größeren Lebewesen, die das Land erobert haben. Daniela erklärte, dass die Moose zur Fortpflanzung immer noch das Wasser brauchen, das sie auch nicht über Wurzeln, sondern über ihre Oberfläche aufnehmen. Die Wurzeln brauchen sie nur, um sich am Bocen festzuhalten.

Doch dann ging es an einer seichten Stelle im Bach schon los mit der „Erforschung“ der Kleinstlebewesen im Wasser.

Jedes Kind erhielt eine Becherlupe und einen Pinsel, um die winzigen Tierchen beim Übertragen in die Becherlupe nicht zu verletzen.

Angela Bauer zeigte den Kindern, dass sie die Tiere am besten unter Steinen im Wasser finden können. Man musste sehr schnell sein, denn die Mückenlarven oder Bachflohkrebschen verkrochen sich blitzschnell. Begeistert machten sich die Kinder auf die Suche und schon bald konnten sie ihre Beute in einer weißen Emailschüssel „analysieren“. Daniela Bauer hatte ein Bestimmungsbuch dabei und so fand man schnell heraus, dass wir Steinfliegenlarven, Köcherfliegenlarven, Bachflohkrebse und

Plattegel entdeckt hatten. Der Plattegel zeigte uns sehr anschaulich, wie er sich mit seinen beiden Saugnäpfen fortbewegen kann, indem er im Wasser der Schüssel seine Kreise drehte.

Nach all der anstrengenden Forschungsarbeit gab es in einer willkommenen Pause Gummibärchen, auf die sich die kleinen „Wissenschaftler“ dankbar stürzten.

Anschließen spielten wir noch ein Geschicklichkeitsspiel:

Man musste mit einer Münze in ein Glas treffen, das auf dem Grund eines großen mit Wasser gefüllten Eimers stand. Das war gar nicht so einfach, denn das Wasser lenkte die Münzen immer wieder ab.

Zum Schluss bastelten wir noch Rindenschiffchen und jedes Kind konnte auf die Fahne seinen Namen schreiben. Dann hieß es „Auf die Plätze, fertig, los“ und das Rindenbootrennen war von Daniela Bauer gestartet. Die Kinder feuerten ihre Schiffchen begeistert an und die Sieger wurden mit Gummibärchenschnecken belohnt.

Alle Teilnehmer durften ihre Schiffchen mit nach Hause nehmen und so konnten die Eltern nach 3 ereignisreichen Stunden ihre zum Teil etwas müden „Forscher“ am Parkplatz der Bitterbachhalle wieder abholen.

Wir hoffen, die Kinder mit unserer Aktion ein wenig für die Natur und auch für die Naturfreunde begeistert zu haben.

Zum Schluss erhielten die Eltern noch ein Jahresprogramm unserer Ortsgruppe und eine herzliche Einladung, an weiteren Veranstaltungen der Naturfreunde Lauf teilzunehmen.


Kinder aus der Ukraine zur Erholung im Naturfreundehaus


Die Naturfreunde laden bereits seit über fünfzehn Jahren Kinder zur Erholung nach Deutschland ein. Neben dem humanitären Charakter der Aktionen hob Bauer auch den Gedanken der Völkerverständigung hervor. Er bedankte sich für die Unterstützung durch den Kreisverband der AWO, der Lebenshilfe und natürlich bei den vielen Freiwilligen der Naturfreunde, die zum Gelingen der Aktion beitragen.   Im weiteren Verlauf des Besuches stehen den Kindern noch Einladungen der Laufer Altstadtfreunde und der Feuerwehr bevor. Außerdem ist noch der Besuch  eines Bauernhofes in Rüblanden vorgesehen.

 

Bei diesen  Kindereinladungen arbeiten die Naturfreunde seit Jahren eng mit einer Organisation von Tschernobylgeschädigten in Charkow zusammen. Die Eltern der Kinder waren alle in verschiedenen Funktionen in Tschernobyl eingesetzt und haben gesundheitliche Schäden davon getragen. Neben den vielen freiwilligen Helfern und der Unterstützung durch andere Vereine sind die Naturfreunde bei der Hilfe für die Tschernobylgeschädigten auf Spenden angewiesen. Dazu ist bei der Sparkasse Nürnberg ein Spendenkonto eingerichtet: Naturfreunde Lauf „Charkowhilfe“ Spk. Nürnberg Nr. 578003600 (BLZ 760 501 01).

 


Bioexkursion


Kinderschweißkurs - hochmotivierte "Kinderarbeiten"

Was man aus Schrott alles machen kann, können jetzt die Kinder der NaturFreunde-Gruppe erzählen, die in der vergangenen Woche einen Schweißkurs besucht haben. Aus Wäschetrommeln, Auspufftöpfen, Blechresten und Zündkerzen Phantasiefiguren schweißen. Dipl.Ing. Uwe Gedig hatte extra an seinem Ruhetag die Werkstatt geöffnet, um 5 Kindern die Grundzüge des Schutzgasschweißens beizubringen.


Nach einer kurzen Theorieeinführung und den Sicherheitshinweisen durften die Kinder aus mitgebrachten und dort vorhandenen Schrotteilen Figuren nach ihrer Phantasie zusammenstellen. Nach fast 3 Stunden mussten die Künstler mit eindringlichen Aufforderungen von den Geräten getrennt werden. Zu schnell war die Zeit vorbei und an den Werken immer noch ein Drähtchen anzubringen. So entstanden witzige Figuren, z.B. ein Schmetterling, ein Pferd oder gar ein Alien.

 Am Ostermontag haben die NaturFreunde ein Treffen mit dem Osterhasen bei einer kleinen Wanderung arrangiert. Im April will Kinder- und Jugendleiter Alex Körber eine Geocaching-Wanderung anbieten. Näheres dazu dann unter den Vereinsnachrichten.